Kategorie: Plastik (Seite 1 von 2)

Eine neue, unsichtbare Gefahr in unserem Trinkwasser

Plastik ist grundsätzlich ein Problem für das Wasser auf unserer Erde. Es findet sich in den Weltmeeren, dort oftmals in größeren Mengen, als Plankton. Water4life hat schon mehrfach auf diese Problematik hingewiesen. Nun aber wurde es, als logische Konsequenz, im Regenwasser und auch im Trinkwasser nachgewiesen.

OrbMedia ist eine gemeinnützige Organisation, die nun mit beunruhigender Meldung an die Öffentlichkeit ging.

Wissenschaftler hatten im Auftrag von OrbMedia in mehreren Staaten das Trinkwasser auf Plastikverunreinigungen hin geprüft. Und sie wurden fündig: In USA waren 94% der Proben belastet, in Europa 72%. Das bedeutet zum Beispiel, in USA schwimmen in einem Liter Trinkwasser ca. 10 Plastikteilchen, in Europa vier.

Plastik – die unsichtbare Gefahr

Plastik ist ein Problem. Es wurde schon in Honig, in Getränken, in Mineralwasser und in Bier gefunden. Plastik ist überall.

Über die Nahrungsketten gelangt das Plastik nun auch in den menschlichen Körper. Daher lässt sich schon länger Plastik im Blut nachweisen. Auch darüber haben wir bereits berichtet.

Plastik im Meer

Was ist das Problem? Besonders das sogenannte Mikroplastik ist so klein, dass die Kläranlagen eigentlich keine Chance mehr haben, diese winzigen Partikel aus dem Wasser zu filtern. Als Mikroplastik werden feste und unlösliche synthetische Polymere (Kunststoffe) bezeichnet, die kleiner als fünf Millimeter sind.
Mikroplastik wird z.B. von der Kosmetikindustrie verwendet. Dort wird es in Peelings oder in Zahnpasta benutzt. Es findet sich in der Kleidung, entsteht durch Abrieb (zum Beispiel auch von Autoreifen, synthetischer Kleidung), dient als Schleifmittel oder Bindemittel.
So gelangt es schließlich in Abwässer, durchläuft ungebremst die Kläranlagen, landet in Flüssen, den Meeren und schließlich auch im Trinkwasser.

Ist Plastik gesund?

Die Optimisten unter Euch könnten nun meinen: na und? Allerdings sagt allein der gesunde Menschenverstand, dass Plastik möglicherweise doch nicht in den Körper gehört.

Eine gewisse Skepsis scheint angebracht. Die Forschung dazu ist noch neu. Aber eine Studie konnte bereits nachweisen, dass sich diese Plastikteilchen in tierischem Gewebe ablagern können und dort dann Entzündungen auslösen können. Und Entzündungen, das ist gesichert, fördern Krebserkrankungen.

Natürlich werden diese Gefahren hierzulande sofort heruntergespielt. Ingrid Chorus aus dem Umweltbundesamt: „Die Befunde sind nicht besorgniserregend und die Befunde mit sehr geringen Konzentrationen auch nicht glaubwürdig. Zwei bis zehn Plastikteilchen pro Liter sind sehr wenig.“

 

Fakt ist: es gibt bisher praktisch keine Untersuchungen zum Thema. Fakt sind die ungeheuerlichen Mengen von Plastik in den Weltmeeren. Fakt ist, Plastik lässt sich bereits in Tieren, in Fischen und im menschlichen Blut nachweisen.

Nanopartikel – es geht noch kleiner!

Und da lauert noch eine ganz andere Gefahr: Nanopartikel! Die sind tausendmal kleiner, als die von OrbMedia nachgewiesenen Partikel und gelangen so ohne Mühe in den Organismus.

Was das bedeutet, ist noch völlig unklar. Allein der Nachweis dieser Partikel ist extrem schwierig, weil sie einfach zu klein sind. Was sie für unsere Gesundheit bedeuten, ist noch völlig ungeklärt.

Unsichtbare Gefahr Plastik

Aber es gibt genügend Initiativen, die ein Verbot dieser synthetischen Kunststoffe in Kosmetik und anderen Produkten fordern.

Die Water4Life „Trink Dich Fit – Wassertankstellen“

Water4life Wassertankstellen

Es ist inzwischen allgemein bekannt, dass das Trinken von hochreinem, sauberem Wasser einen positiven Effekt auf Ihre Gesundheit und Ihr Wohlbefinden hat.

Darum haben wir als Verein die „Trink Dich Fit“ – Kampagne ins Leben gerufen und etablieren ein Netz von Wassertankstellen, an denen sich jedermann mit idealem Wasser versorgen kann. Diese veredeln das  vorhandene Leitungswasser zu dem „Wasser des langen Lebens“.

 

Informationen über unseren Verein und unsere Wassertankstellen finden Sie hier.

 

 

Quellen:

Die Studie von OrbMedia: orbmedia.org/stories/Invisibles_plastics

Der BUND-Einkaufsratgeber „Mikroplastik – die unsichtbare Gefahr“ gibt Ihnen Auskunft darüber, in welchen Kosmetikprodukten sich Mikroplastik versteckt. www.bund.net/fileadmin/user_upload_bund/publikationen/meere/meere_mikroplastik_einkaufsfuehrer.pdf

Trinkwasserfilter bei Ideal Water: www.idealeswasser.com

30 Plastiktüten im Magen

In Norwegen, in der Nähe der Stadt Bergen, musste kürzlich ein Schnabelwal getötet werden, weil er immer wieder im flachen Wasser strandete.

Bei der Aufbereitung für das Museum in Bergen machte man dann eine gruselige Entdeckung: im Magen des Wales fanden sich Unmengen von Plastikmüll.
Unter anderem fanden sich 30 Plastiktüten im Inneren des Wals.

Zoologe Terje Lislevand stellte fest: „Der Magensack war voll mit Plastiktüten und Verpackungen mit unter anderem dänischer und englischer Aufschrift“,

„Die Speckschicht des Wales war sehr dünn,sein Darmsystem fast völlig leer.“

plastikmuell-wal-norwegen-mageninhalt-p-Christoph-Noever-Universitaet-Bergen-170203-1280x800Diese Plastiktüten fanden sich im Magen des Cuvier-Schnabelwals

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Nachdem wir das gesehen haben, trinken wir unser Wasser nie mehr aus PET-Flaschen

manDer Tag der Erde wird alljährlich am 22. April in über 175 Ländern begangen und soll die Wertschätzung für die natürliche Umwelt stärken, aber auch dazu anregen, die Art des Konsumverhaltens zu überdenken. Im Zentrum steht der Verbrauch von unnötigen Petflaschen. Das folgende Video macht klar, dass wir in einer unnötigen Konsumation gefangen sind, welche nicht nur uns sondern auch der Umwelt schadet. Weiterlesen…

Plastiktüten sind eben bequem – denken Sie auch so?

Neuer EU- Richtlinienvorschlag: 80% weniger Plastiktüten in Europa bis 2025

In einem unserer letzten Newsletter haben wir auf die Problematik von Plastik in den Weltmeeren hingewiesen. Die EU versucht nun mit einer neuen Verordnung die Flut der Plastiktüten einzudämmen.

„Für uns Grüne – und die Umwelt – ist das Ergebnis ein großer Erfolg.“ So formuliert es Martin Häusling MdEP der Grünen. „Es ist der engagierten Arbeit des EU-Umweltausschusses zu verdanken, dass die Kommission und der Ministerrat von ihren mehr als laschen Ausgangspositionen abgerückt sind. Ursprünglich wollten diese noch nicht einmal EU-weite Regelungen zur Reduzierung von Plastiktüten einführen. Dies war eine völlige Verkennung des Ausmaßes der Umweltzerstörung, das Plastik und insbesondere achtlos entsorgte Plastiktüten anrichten. Weiterlesen…

Alarm für Delphine und Wale – und Menschen!

An der andalusischen Küste wird ein toter Pottwal angeschwemmt. Im Magen des Tieres wurden 17 Kilo Plastikmüll gefunden, 59 verschiedene Plastikteile, darunter allein 30 Quadratmeter an dicken Plastikfolien aus der nahegelegenen Gewächshaus-Industrie (über die Folgen für den Wasserverbrauch haben wir schon an anderer Stelle berichtet) sowie Gartenschläuche, kleine Blumentöpfe, Plastiktüten, einen Kleiderbügel und Teile einer Matratze. Als Todesursache wurde ein Magenriss aufgrund von Verschlucken von Plastik und Verhungern vermutet (6). Plastikmüll in den Ozeanen stellt für viele Meerestiere zunehmend eine ernsthafte Gefahr dar. Weiterlesen…

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