In Norwegen, in der Nähe der Stadt Bergen, musste kürzlich ein Schnabelwal getötet werden, weil er immer wieder im flachen Wasser strandete.

Bei der Aufbereitung für das Museum in Bergen machte man dann eine gruselige Entdeckung: im Magen des Wales fanden sich Unmengen von Plastikmüll.
Unter anderem fanden sich 30 Plastiktüten im Inneren des Wals.

Zoologe Terje Lislevand stellte fest: „Der Magensack war voll mit Plastiktüten und Verpackungen mit unter anderem dänischer und englischer Aufschrift“,

„Die Speckschicht des Wales war sehr dünn,sein Darmsystem fast völlig leer.“

plastikmuell-wal-norwegen-mageninhalt-p-Christoph-Noever-Universitaet-Bergen-170203-1280x800Diese Plastiktüten fanden sich im Magen des Cuvier-Schnabelwals

Das Plastik verstopft, wie ein Propfen, den Magen und macht dann eine Nahrungsaufnahme unmöglich. Wahrscheinlich haben die Schmerzen den Wal ins flache Gewässer getrieben.

Immer wieder stranden Wale an den Küsten. Und immer wieder entdeckt man dann Plastikmüll in deren Mägen. 2013 verendete ein Pottwal an der spanischen Küste, im Magen hatte er rund 17 Kilogramm Plastikmüll. 30 Pottwale starben 2016 an der Nordeseeküste.

Auch andere Tiere sind betroffen: so haben schon zwei Drittel aller Seevögel Plastik im Magen.

Faktencheck – Plastik im Meer

  • Jedes Jahr landen etwa 9 Mio Tonnen Plastik in den Ozeanen
  • Insgesamt schätzt man die Menge auf ca. 140 Mio Tonnen
  • Das bedeutet bis zu 18.000 Plastikteile je Quadratkilometer
  • Im pazifischen Müllstrudel findet sich sechsmal mehr Plastik als Plankton
  • Eine Million Seevögel und 100.000 Säugetiere sterben jedes Jahr an den Folgen des Meeresmülles
  • 80 Prozent des Mülls kommen über Land durch Abwässer und von Mülldeponien
  • 20 Prozent über Wasser durch Fischerei, illegal entsorgte Abfälle etc.
  • Es wird geschätzt, dass ca. 10% der jährlichen Plastikproduktion in unseren Ozeanen landet.
  • 100 Milliarden Plastikflaschen jährlich werden weltweit produziert. Nur ca. 20% werden recycelt.

Übrigens: mit seinem Wasserstellenkonzept und den Trinkwassersystemen helfen Water4Life – Mitglieder, diesen ökologischen Wahnsinn zu reduzieren!